BLOG

Und die Dinge verselbständigen sich.....
03 Sep 2011
Ich habe meine Drehbuch Ausbildung bei "Top Talente" mit der Intension begonnen, etwas zu beenden. Das ist mir auch fast gelungen. Mein Drehbuch - ein Kammerspiel darf ich noch mit ein paar Szenen ausdialogisieren und dann - darauf bin ich auch gespannt. :) Es ist ja schon fast ein Gesetz, man beginnt etwas und dann kommen noch einige Dinge dazu. Und dann noch einige... Und im Moment ist dann ganz VIEL, aber auch NICHTS. Und dieses NICHTS ist gerade für mich als Autor, dann ALLES, Ich "wurschtel" mit meinen Figuren in deren Fantasieland und begebe mich mit ihnen auf deren Reise. Ab und an verfahren wir uns, oder wir verirren uns in den Labyrinthen des Lebens. Verschwinde ich mit ihnen in deren Kellern und Abgründen und finde mich dann in meinen Kellern und Abgründen wieder. Und dann wundere ich mich, warum ich mich gerade mit dem Charakter nicht so gerne auf die Reise begebe, HA! - Der will mich in dieses Spiegellabyrinth entführen, in so eines dass meine Gestalt total verzerrt, je nachdem in welchen Spiegel ich blicke. Auf der Wie'sn geh ich da auch schon nicht so gern rein. Wohl deshalb:) Und dann mache ich Pläne und überlege mir meine Route - und mein Navi sagt nur: "Route kann nicht berechnet werden - kein GPS Empfang." Es ist das Uralte Spiel : Atmen und Vertrauen. Den Dingen ihren Lauf lassen......
1 Comments

"Der Weg ist das Ziel"
10 Jan 2011
Ha! - Ja, das ist wohl wahr; aber viele Wege führen zum Ziel. Dies ist positiv und zugleich negativ. Denn, wie ist es wenn man sich in einem Labyrinth wiederfindet? Man geht und stößt auf Sackgassen, nein, da geht es gerade nicht weiter. Also zurück und andere Richtung. Und dann diese Geschichte mit der Angst. Habe ich Ängste? In Grenzsituationen befallen sie mich ausgesprochen gerne. Man soll sich der Angst stellen, man soll seinen Dämonen ins Auge sehen. Was kann mir im allerschlimmsten Fall passieren? Im allerschlimmsten Fall kann ich sterben. Das müssen wir ohnehin so oder so alle eines Tages. Vielleicht ist es auch, dass ich zu viel auf meinen Kopf achte. Kopfgeburt. Eines meiner absoluten Lieblingswörter. „Es“ entspringt da oben. Es sind diese „Monkey Mindes“ - das ist auch ein Bild, dass ich liebe. Wie in einem Affenstall turnt es im Kopf herum und macht einen ganz wirr. Sie hängen an Lianen, mit Bananen in den Pfoten. Schwingen spitze Laute von sich gebend unaufhörlich auf und ab. Diese Unruhe lässt mich nicht schlafen. Ich wache auf und sie sind da. Mein Gehirn rattert unaufhörlich, und so manches mal möchte ich diesen Roten Button betätigen, den ich leider noch nicht gefunden habe. Aber ich weiß er ist da. Einige Male war ich ihm schon ganz nahe, habe ich ihn gespürt. Und dann ist da eine wohltuende Ruhe in meinem Affenkäfig. Dieser Zustand ist erstrebenswert. Ruhe im Inneren, und ich kann in dieser Ruhe in meinem Labyrinth wandeln. Ohne Angst und ohne Affen genieße ich meinen Weg und komme zum Ziel. In diesem Fall ist das Ziel nicht wichtig, denn es ist das Ende, dass der Anfang ist. Aber mein Weg ist das Besondere: Es ist MEIN Leben.

Von Wölfen und Schafen
26 Nov 2010
Immer schon verschlangen Wölfe gerne Schafe. Dies liegt in der Natur des Wolfes. Er kann nicht anders. Meist leckt er sich das Maul danach. Manchmal aber auch schon davor. Wenn er das Schaf riecht, es hört und der Trieb sich in ihm regt. Sein Puls wird schneller, das Herz pumpt das Blut in dem Körper voran, als wollte es sagen: Los! Jetzt! Die Muskeln spannen sich an und setzen zum Sprung an. Er startet durch und erlegt das Schaf. Mit einem gekonnten Biss geht er als Sieger hervor. So oder so ähnlich trägt es sich auch manchmal bei der Gattung Mensch zu... der Wolf der Jäger - das Schaf das Gejagte. Wer am Ende da als "Sieger" hervorgeht , ist nicht immer gleich zu erkennen. Manchmal dauert es auch ein bisschen länger..... :)

ESSEN
13 Nov 2010
Kennen sie das? Sie machen gerade Diät und gehen in der Stadt spazieren, und eine Unmenge an Menschen gehen an ihnen vorbei und essen etwas. Und sie kommen auch an einer Unmenge von Läden vorbei, aus denen entweder verlockende Gerüche kommen, oder in den Schaufenstern sind ganz leckere Süßigkeiten, Kuchen, irgendetwas zu essen. Und das Wort Essen wird in ihrem Kopf immer größer. Es ist als würde da jemand sitzen und einen Luftballon aufblasen; unaufhörlich. Wie kann ich dieser Verlockung widerstehen? Egal, ich schmeisse alle guten Vorsätze von mir und stürme das Geschäft, kaufe es halb leer. Esse, fresse so lange bis ich kotzen muss. Um dann ein schlechtes Gewissen zu haben. Ich bestehle den nächsten Passanten, der mir mit irgendetwas in der Hand entgegenkommt, in das er gerade reinbeisst. Ich entreisse es ihm und verschlinge es vor ihm, während er mich völlig entsetzt anschaut, mit weit aufgerissenen Augen. Sein Gesicht sagt gerade: „Was!? - Das hätte ich mir nicht in München gedacht, vielleicht in Afrika, ja, da hungern viele Menschen . Aber hier in Deutschland?!“ Wenn von der Beute nichts mehr übrig ist, als das Papier und Krümmel, komme ich wieder zu mir und habe ein schlechtes Gewissen, der Mensch starrt mich immer noch an. „Ich kann das erklären...“ rutscht es mir raus. Was will ich diesem Menschen den jetzt sagen? Das ich auf Diät bin? - Das ich krank bin? - Das ich bekloppt bin? Letzteres würde er mir wahrscheinlich noch abnehmen. Aber würde ich es denn so weit kommen lassen? Würde ich jemanden bestehlen, weil der etwas zum Essen in der Hand hat? Na, wenn ich Hunger hätte. So richtig Hunger, ich meine so richtig Hunger HUNGER.. Der Mensch ist zu allem fähig. Sind die niederen Instinkte nicht befriedigt, wie zum Beispiel Hunger, ich glaube dann kann ein Mensch zum Tier werden. Dann schaltet sich der Verstand schon auch mal aus, und geht es um das nackte Überleben. Kennen wir hier Hunger? Viele von uns kennen HUNGER nicht. Die meisten von uns haben doch eigentlich immer etwas zu essen. Oder? Und das wir genug zu essen haben, dafür sollten wir dankbar sein. Es ist nicht normal und es ist auch noch nicht so lange her, dass jeder genug zu essen hat. Essen ist nicht nur Essen. Es ist mehr. Es ist die Einladung zu einem Essen, es ist das Geschäftsessen, es ist das Zusammenkommen zu einem Essen. Es ist die Kommunikation beim Essen. Essen besitzt Macht. Während eines Essens, aber auch schon davor, geschieht jede Menge. Das Einkaufen für das Essen, das Kochen, die Auswahl des Gerichts, Die Wahl des Restaurants. So viele Dinge spielen eine große Rolle. Und das Ge- oder Misslingen des Essens sind auch sehr stark entscheidend. Oft vielleicht auch unterschätzt. Wie sind wir doch angetan, werden wir zu einem Candle Light Dinner eingeladen und alles ist wunderschön. Vielleicht ist der Mensch, der uns eingeladen hat, ein Trottel, aber das Ambiente, das Essen und der Wein verzaubern uns so, dass wir eine rosarote Brille aufhaben und uns fühlen, wie im siebten Himmel. Es ist Magie, ein perfektes Essen, ein gelungener Abend wird in der Erinnerung bleiben. Davon wird man zwar nicht körperlich satt. Aber die Seele will ja auch gefüttert werden......

BAMBI
11 Nov 2010
Ein Gedicht dass ich 2006 verfasste - als "Merker" für eine Drehbuch Idee. Passt gut zum Bambi, der im Buch auch eine Rolle spielt: „Rote Schuhe“ 31.03.2006 Der rote Teppich strahlt voller Glanz, Sie schwebt darüber mit Eleganz. Ihr Kleid ist rot; die Schuhe und der Mund sind 's auch. Sie strahlt ihr zauberhaftes Lächeln. Keiner kann sich entziehen, jeder Zaungast schmelzt dahin. Dann plötzlich wird ihr schlecht, sie will sich halten, irgendwo. Sie strauchelt, stürzt und liegt darnieder. Auf dem roten Teppich, im Roten Kleid versprüht sie ihr Leid. Das Gesicht ist verzerrt, der rote Lippenstift verwischt. Schnell ist die Presse zur Stelle, macht Fotos stellt Fragen. Der Notarzt bahnt sich den Weg auf den roten Teppich. Zum Opfer im roten Kleid. Die Lippen sind blass, der Atem geht flach. Sie kann hier nicht bleiben. Das ist allen klar. Der Notarzt nimmt sie mit. Was am Ende bleibt ist der rote Teppich, viele Fragen und die roten Schuhe; kaum getragen.......

<< 1 2 3 4 >>

Content Management Powered by CuteNews